Putzstelle

Lieben Sie es, Räume und Dinge sauber zu halten? Sind Sie dabei besonders gründlich und sich nicht zu schade, auch mal etwas mehr Dreck wegzumachen? Dann können Sie sich mit einem Job als Reinigungskraft auf die Schnelle etwas Geld verdienen. Wenn Sie sich dabei geschickt anstellen, es Ihnen Spaß macht und der Auftraggeber mit Ihrer Leistung zufrieden ist, könnte bei Bedarf vielleicht ja auch ein längerfristiges Arbeitsverhältnis dabei herausspringen.

Um eines gleich vorweg zu sagen: Putzjobs können schon an die Substanz gehen, daher sollten Sie über eine robuste Natur verfügen und keine einschränkenden Krankheiten wie Rückenleiden, Gelenkbeschwerden, Hautprobleme oder ähnliches haben.  Ihre nervliche Belastbarkeit kann bei Zeitdruck auch auf eine harte Probe gestellt werden. Wenn Sie einen guten Job erwischen wie Saubermachen bei einer älteren alleinstehenden Dame, sieht es mit der Arbeitsbelastung wahrscheinlich nicht ganz so dramatisch aus. Denn dann ist der Zeitdruck bestimmt nicht so groß.

Welche Voraussetzungen sollten Sie für die Arbeit als Reinigungskraft mitbringen? Zusätzlich zu der oben genannten körperlichen Fitness und der psychischen Belastbarkeit ist es wichtig, dass Sie gewissenhaft, zuverlässig, pünktlich und schnell sind. Eine symphatische Ausstrahlung und ein gepflegtes Erscheinungbild sind sicherlich auch förderlich, wenn Sie sich für einen Job bewerben. Denken Sie gerade bei einem Vorstellungsgespräch in einem Privathaushalt daran, dass die Auftraggeber Sie in ihr „Allerheiligstes“ lassen. Denn es gibt nichts privateres als eine Wohnung. Also sollten Sie den bestmöglichen Eindruck machen, ohne dabei verkrampft oder unnatürlich zu wirken. Wenn Ihnen der potentielle Arbeitgeber unsympatisch ist, ist das nicht so schlimm – Sie müssen ihn ja nicht heiraten. Außerdem ist dann die Gefahr geringer, dass das Verhältnis zwischen Ihnen zu freundschaftlich wird und Sie eventuell übervorteilt werden (zum Beispiel im Hinblick auf die Zahlungsmoral oder Überstunden).

Für den Job als Reinigungskraft spricht, dass er fast überall verfügbar und sehr flexibel ist. Das beginnt schon mit den Örtlichkeiten: Bürogebäude, Fabrikationshallen, Schulen, Krankenhäuser, Schwimmbäder, Privathaushalte etc. – alle wollen geputzt werden. Dann sind die Arbeitszeiten auch sehr unterschiedlich, geputzt wird eigentlich rund um die Uhr. Das liegt daran, dass meist während der Öffnungszeiten nicht geputzt werden kann oder soll (Störung und Unfallgefahr). Und schließlich stellt sich Ihnen noch die Frage, ob Sie lieber bei einer Reinigungsfirma/Auftraggeber angestellt sind oder auf selbstständiger Basis arbeiten wollen.

Für die Variante Schnell-an-Geld-kommen empfiehlt es sich, ein Gewerbe anzumelden. Wenn Sie nämlich bei einer Reinigungsfirma oder Zeitarbeitsfirma als Angestellter arbeiten, müssen Sie wahrscheinlich erst einmal einen Monat auf Ihr erstes Gehalt warten. Sind Sie im Privathaushalt angestellt, geschieht dies meist auf 400€-Basis oder als über das Haushaltsscheckverfahren. Wenn Sie mehrere Jobs annehmen wollen, werden diese über 400€ versicherungspflichtig, was sich wiederum negativ auf Ihre Jobchancen auswirkt – weil Sie dann schlicht und ergreifend zu teuer sind und das Ganze für den Arbeitgeber mit mehr Papierkram verbunden ist.

Diese Probleme können Sie mit der Gewerbeanmeldung umgehen. Informieren Sie sich einfach, wo sich das für Sie zuständige Gewerbeamt befindet. Begeben Sie sich dorthin und Sie erhalten nach Vorlage Ihres Personalausweises einen Gewerbeschein. Als Tätigkeitsbereich können Sie Dienstleistung angeben und wenn der zuständige Sachbearbeiter es etwas spezifischer haben möchte, vielleicht haushaltsnahe Dienstleistung. Falls Sie nicht schon eine haben, sollten Sie jetzt auch über eine Unfallversicherung nachdenken.

Jetzt kann es an die Jobsuche gehen: in den Lokalzeitungen, im Internet oder auch an Aushangbrettern können Sie fündig werden.