Mikrojob/Crowdsourcing

Kennen Sie das? Sie sitzen beim Arzt, bei irgendeiner Behörde, am Bahnhof oder woanders „dumm“ rum und langweilen sich? Es gibt im Zeitalter des Internets tolle Möglichkeiten, genau in dieser Wartezeit nebenbei Geld zu verdienen. Voraussetzung ist die Mitführung eines aufgeladenen und funktionierenden Smartphones mit Internetzugang. Das Geheimnis heißt Crowdsourcing.

Was ist denn das jetzt schon wieder? Crowdsourcing bedeutet, dass Firmen bestimmte Aufträge von einer großen Community, nämlich von allen Internet-Usern, die sich dafür interessieren und die Möglichkeit haben, diese Aufgaben auszuführen, erledigen lassen. Das ist für diese Firmen kostengünstiger und auch zeitsparender, als fest angestellte Mitarbeiter damit zu betrauen. Außerdem kann es auch ihren Personalrahmen deutlich sprengen. Sie benötigen für manche Aufträge ein Smartphone und für andere einfach einen Computer – beide auf jeden Fall mit Internetzugang.

Wie kann man sich die Aufträge nun vorstellen? Es gibt vielfältige Dinge, die Sie für den Auftraggeber erledigen können: Texte verfassen, Audiodateien transkribieren, Daten erfassen, Einkäufe dokumentieren, Zustände von Einrichtungen überprüfen, Logos erstellen, Bilder bewerten, Webseiten designen, Dienstleister testen oder auch Fotos machen.

Bevor Sie mit der Arbeit als Mikrojobber beginnen, sollten Sie sich auf jeden Fall einen Gewerbeschein besorgen. Diesen erhalten Sie beim für Sie zuständigen Gewerbeamt – wo sich das befindet, ist von Gemeinde zu Gemeinde verschieden. Werden Sie dort einfach vorstellig, füllen Sie das entsprechende Formular aus und erhalten Sie nach Vorlage Ihres Personalausweises gegen eine geringe Gebühr Ihren Gewerbeschein. Das Amt benachrichtigt dann die anderen betroffenen Behörden. Als Tätigkeitsbereich können Sie ja „Internetaktivitäten“ oder „Virtueller Assistent“ angeben –  je nachdem, was der Sachbearbeiter des Gewerbeamts toleriert. Je allgemeiner der Tätigkeitsbereich umschrieben ist, desto mehr Möglichkeiten haben Sie. Ansonsten listen Sie halt mehrere Betätigungen auf.

Jetzt können Sie sich bei mehreren Vermittlungsplattformen/Onlineportalen anmelden – so erhöhen Sie die Wahrscheinlichkeit, Jobs an Land zu ziehen. Bei einigen Anbietern müssen oder sollten Sie eingangs einige Tests durchführen, um Ihre Chancen auf Jobs zu erhöhen. Manchmal können Sie auch an Qualifikationen teilnehmen, um eben Ihre Fähigkeiten oder Ihren Rang zu verbessern. Es gibt auch Jobs, die kein Geld bringen, aber dafür eine Rangstufenverbesserung und somit Zugang zu mehr Jobs. Wenn Sie nicht gleich sehr viele Aufgaben freigeschaltet bekommen, kann das an Ihrer mangelnden Qualifikation liegen und/oder daran, dass Sie noch neu sind.

Die Vergütungen für die Jobs variieren stark – von wenigen Cents bis zu etlichen Euros, je nach Arbeitsaufwand und Auftraggeber. Die Auszahlung erfolgt entweder auf Ihr Bankkonto oder auf Ihr PayPal-Konto. Auszahlungen können ab einem Euro beginnen, oft beträgt die Untergrenze auch 10 Euro.

Bei einigen Jobs haben Sie ein Zeitlimit, weil diese Jobs nachdem Sie sie angenommen haben, eine gewisse Zeit für Sie reserviert sind. Andere Jobs sind für alle gleichzeitig verfügbar und wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Einige Jobs, die Sie unterwegs verrichten, können Sie auch pausieren und später können Sie zuhause in Ruhe die Ergebnisse hochladen. Das schont Ihr Smartphone und hält Sie nicht unnötig auf.

Das Schöne und Praktische an Crowdsourcing ist, dass Sie sich Ihre Jobs und Ihre Arbeitszeit flexibel gestalten können. Gerade die Arbeit mit dem Smartphone ist eine nette Möglichkeit, Geld zu verdienen. Die Aufgaben sind vielschichtig und da ist sicher auch für Sie etwas dabei.