Kredit aufnehmen

Die Aufnahme eines Kredits bedeutet, dass Sie entweder von einer natürlichen Person oder einer Institution einen gewissen Geldbetrag unter bestimmten Konditionen (Bedingungen) geliehen bekommen. Diese Konditionen (zum Beispiel Kreditdauer und Kreditzinsen) werden in einem Kreditvertrag detailliert festgelegt.

Eins sollte Ihnen schon vor der Aufnahme eines offiziellen Kredits klar sein: Sie erhalten zwar relativ schnell eine größere Menge Geld, müssen dafür aber teilweise ganz schön hohe Zinsen zahlen. Wägen Sie also genau ab, ob sich eine Kreditaufnahme für Sie lohnt.

Wie geraten Sie nun an den für Sie am besten passenden Kreditgeber? Zunächst sollten Sie sich darüber Gedanken machen, wie viel Geld Sie benötigen und wie groß die Summe ist, die Sie monatlich zurückzahlen können oder wollen. Wählen Sie die Rückzahlrate aber nicht zu hoch, denn es kann immer mal wieder etwas passieren, das Ihre monatlichen Einnahmen deutlich verringert – sei es Arbeitsplatzverlust, Krankheit oder andere unvorhergesehene Dinge wie Reparaturen und ähnliches. Wenn Sie einen Lebenspartner haben, kann dessen Arbeitsplatzverlust, Krankheit oder sogar Tod natürlich auch Ihre Einnahmen dezimieren. Vielleicht findet während der Kreditlaufzeit ja auch eine Trennung statt. Das ist alles nicht wünschenswert, passiert aber leider oft genug.

Apropos Lebenspartner: einige Kreditunternehmen raten dazu, Kredite zu zweit aufzunehmen. Aber was ist, wenn der andere nicht mehr zahlen kann oder will? Dann haben Sie den Kredit alleine an der Backe. Deshalb sollten Sie sich sehr gut überlegen, ob Sie sich wirklich auf eine andere Person verlassen oder die Sache lieber alleine durchziehen wollen. Sonst kann es Ihnen passieren, dass sich das Ganze zu einem gigantischen Schuldenberg aufhäuft und dann werden Sie – vielleicht auch nur vorübergehend – Ihres Lebens nicht mehr froh.

Genug der Schwarzmalerei, zurück zum Kreditrahmen. Notieren Sie sich am besten Ihre Einnahmen und Ausgaben und ermitteln Sie die Differenz. Lassen Sie von diesem errechneten Betrag ein paar Euro als Notreserve übrig (vielleicht so 20 %) und setzen Sie den Rest als maximale Rückzahlungsrate an. Mit Hilfe der eben ermittelten Daten und der gewünschten Kreditsumme können Sie sich nun auf die Suche nach geeigneten Kreditgeber machen. Anhand der Zahlen wird auch die minimale Vertragsdauer ersichtlich.

Damit das ganz deutlich ist: Fragen kostet nichts. Wenn ein Anbieter Vorkasse verlangt, stimmt etwas nicht. Dann lassen Sie am besten die Finger davon. Im Internet finden Sie oft auch Kreditrechner, die Ihnen helfen, das passende Angebot zu wählen. Achten Sie darauf, dass im Kreditvertrag auch kostenlose Sondertilgungen vereinbart werden – das sind außerplanmäßige Zahlungen, durch die die Kreditdauer verkürzt wird.

Falls Sie es dieses Jahr noch nicht oder auch generell noch nie getan haben, holen Sie sich doch eine kostenlose SCHUFA-Auskunft (nennt sich Datenübersicht nach § 34 BDSG). Dann können Sie überprüfen, ob die gespeicherten Daten der Wahrheit entsprechen und gegebenenfalls eine Änderung beantragen.

Wenn Ihnen die Aufnahme eines offiziellen Kredits nicht geheuer ist oder Sie irgendwelche Zweifel haben, versuchen Sie doch, im Bekannten-, Verwandten- oder Freundeskreis einen Kredit zu bekommen. Natürlich mit Vertrag, Kreditdauer und Ratenangabe. Hierbei sind die Konditionen meist günstiger für Sie, weil der Kreditgeber Sie nicht über Gebühr ausnutzen möchte (möchten die Banken auch nicht, aber die verdienen damit halt Geld).