Dinge übers Internet verkaufen

Wenn Sie schnell an Geld gelangen wollen, gelingt dies ziemlich gut übers Internet. Bei entsprechender Ware, die gut erhalten ist beziehungsweise einen angemessen Preis hat, kann das innerhalb weniger Stunden, manchmal sogar innerhalb weniger Minuten passieren.

Zunächst müssen Sie natürlich etwas finden, von dem Sie sich trennen können und das nicht nur einen ideelen Wert hat. Beginnen Sie doch am besten gleich in dem Zimmer, in dem Sie sich jetzt aufhalten (ok, das gilt selbstverständlich nur in Ihren eigenen vier Wänden und mit Ihren eigenen Gegenständen – nicht dass der Chef oder die Freundin sich nachher beschweren). Schauen Sie sich genau um: welche der hier hängenden oder stehenden Gegenstände können Sie entbehren? Wollen Sie den alten Ölschinken von Erbtante Elfriede wirklich behalten? Oder was ist mit den geschmacksverirrten Geschenken, die Sie halt aus Höflichkeit angenommen und aufgestellt haben? Jetzt ist die Gelegenheit gekommen, alten Ballast abzuwerfen. Sie verschaffen sich so mehr Raum, zusätzliches Geld und das gute Gefühl, etwas mehr Ordnung in Ihr Leben zu bringen. Denn alles, was entsorgt ist, muss nicht irgendwann bei einem Umzug mitgeschleppt oder spätestens dann entsorgt werden.

Nachdem Sie das aktuelle Zimmer durchforstet haben, können Sie den Rest der Wohnung oder des Hauses auf den Kopf stellen. Hier werden Sie sicher auch das eine oder andere Stück finden, das Sie entbehren können. Immer nur hamstern und denken: „Das brauche ich bestimmt irgendwann nochmal.“ sind sicherlich der falsche Ansatz. Geben Sie sich einen Ruck und überprüfen Sie objektiv, wie nützlich die Dinge wirklich sind, die Sie da bunkern und teilweise vielleicht noch kein einziges Mal benutzt haben. Weg mit dem Zeug!

Machen Sie sich eine Liste mit den ausgewählten Dingen und schauen Sie im Internet nach, ob vergleichbare oder identische Gegenstände zum Verkauf angeboten werden. Notieren Sie sich die Preise und überlegen Sie sich, ob Sie die Waren zu den angegebenen Preisen verkaufen wollen.

Als Verkaufsportale eignen sich zum Beispiel Quoka oder eBay. Am besten Abholung vereinbaren, dann fallen keine Versandkosten an und Sie müssen die Gegenstände nicht verpacken. Zudem sparen Sie sich bei sperrigen Gegenständen oft den Transport zur Haustür, weil der Käufer sowieso meist einen tatkräftigen Helfer dabeihat. Wenn der Käufer aus der Nähe ist, sind Sie die verkauften Gegenstände oft sehr schnell los und haben auch entsprechend schnell Ihr Geld. Meist wird Barzahlung vereinbart, weil das am unkompliziertesten und schnellsten geht – es kommt natürlich auf den vereinbarten Preis an. Man kann jemandem nicht unbedingt zumuten, mit mehreren hundert Euro oder sogar mehr Geld in der Tasche herumzufahren.

Bei eBay empfiehlt es sich, ein Paypal Konto anzulegen (falls Sie nicht schon ohnehin eins haben). Paypal ist die unkomplizierteste Art, Verkäufern UND Kunden gerecht zu werden. Sie hinterlegen einmalig Ihre Kontodaten und danach müssen Sie immer nur Ihre E-Mail-Adresse und Ihr Passwort benutzen. Die Gebühren für Verkäufer betragen im Moment 0,35€ und 1,9% des Umsatzes. Wenn Sie selbst etwas bei eBay ersteigern oder einen Sofortkauf tätigen, fallen für diese Transaktion keine Gebühren an. Durch die haben Sie eine schöne Übersicht über Ihre Käufe und Verkäufe.

Apropos Übersicht über die Finanzen: wenn Sie sich als gewerblicher Verkäufer betätigen wollen, brauchen Sie dazu einen Gewerbeschein. Diesen erhalten Sie gegen eine geringe Gebühr bei der dafür zuständigen Behörde. Welche das ist, variiert von Gemeinde zu Gemeinde – also einfach nachfragen.