Babysitten

Wenn Sie gut mit Kindern zurechtkommen und es sich zutrauen, auf sie aufzupassen, dann könnte die Beschäftigung als Babysitter etwas für Sie sein. Dieser Job stellt normalerweise körperlich und geistig keine hohen Anforderungen und kann so problemlos ausgeführt werden.

Natürlich kann es auch sein, dass Ihre Nerven stark strapaziert werden (vor allem von schreienden oder ungezogenen Kindern) oder die Kleinen einen erhöhten körperlichen Einsatz fordern. Bei letzterem liegt es an Ihnen, inwieweit Sie dem Wunsch der betreuten Kinder nachkommen.

Zum Verdienst ist zu sagen, dass er von verschiedenen Faktoren abhängt. Zu diesen können das Alter und die Erfahrung des Babysitters, die Anzahl und das Alter der zu betreuenden Kinder, die Arbeitszeiten und der Ort zählen.

Von einem Babysitter können verschiedene Aufgaben verlangt werden. Das kommt ganz auf die Altersstufe und die Erwartungen der Eltern an. Eigentlich sollten Kinder ja alles, was sie alleine tun können, auch tun. Aber viele Eltern verwöhnen die Kleinen und da sollten Sie sich nicht einmischen (auch wenn Sie es besser wissen). Sonst sind die Eltern schlecht auf Sie zu sprechen und das war’s dann mit dem Babysitten.

Eventuell müssen Sie Mahlzeiten zubereiten oder auch nur aufwärmen. Wenn Sie auf bestimmte Umstände wie Nahrungsmittelallergien oder Stoffwechselerkrankungen (zum Beispiel Diabetes oder Zöliakie) achten müssen, werden die Eltern Sie – hoffentlich – entsprechend instruieren. Fragen Sie sicherheitshalber nach, das wirkt interessiert und kompetent. Wer noch nicht selbständig essen und trinken kann, braucht dabei Unterstützung. Sei es als Fläschchen, Breimahlzeit oder auch als Reiterchen (kleingeschnittenes belegtes Brot). Wenn das zu betreuende Kind kein guter Esser ist, wissen die Eltern sicher, wie Sie den Sprössling zum Essen animieren können – oder versuchen Sie doch selber ein paar Tricks. Aber natürlich keine, die sich nicht mit den Erziehungsregeln der Eltern vereinbaren lassen.

Nun zu einem anderen Kapitel der Verdauung: Säuglinge und unsaubere Kleinkinder müssen selbstverständlich bei Bedarf gewickelt werden. Bei etwas größeren Kindern verhält es sich so, dass Sie sie eventuell fragen sollten, ob sie mal auf die Toilette müssen (während des Spielens wird dieses natürliche Bedürfnis oft vergessen). Welche Hilfestellungen Sie beim Toilettengang geben müssen, sollten Sie die Eltern auch ganz gezielt fragen. Und im Fall der Fälle ist immer schnelles Handeln gefragt, denn wenn kleine Kinder müssen, dann müssen sie.

Da die Mahlzeiten und der Toilettengang meist nicht den Hauptanteil des Babysittens ausmachen, kommen wir zu einem nicht unerheblichen Punkt: Wie beschäftigen Sie das Kind während der Betreuungszeit? Da stumpfes Sitzen vor der Glotze von den meisten Eltern nicht gewünscht ist, muss nach alternativen Beschäftigungsmöglichkeiten gesucht werden. Nun ist Ihre Kreativität gefragt. Wie Sie das Kind bespaßen, hängt sowohl von seinem Alter und Temperament als auch von Ihrer Einsatzbereitschaft ab. Sicher wissen die Eltern schon, was das Kind am liebsten macht. Die Aktivitäten können von ruhigeren Aktionen wie Basteln, Malen und Puppenspiel über dynamischeres Spielen bis zum Klettern und Rutschen im Garten oder auf dem Spielplatz weit gestreut sein. Wenn Ihnen bei einer Aktivität das Verletzungsrisiko zu groß ist, dann lasses Sie es lieber sein und sprechen das am besten bei den Eltern auch an. Apropos: Ein Erste-Hilfe-am-Kind-Kurs kann auch nie schaden – er gibt Ihnen Sicherheit und erhöht Ihre Qualifikation.