Aushilfsjobs

Wenn Sie gerne mit Kundschaft zu tun haben, ein selbstsicheres Auftreten haben, anpacken können und nicht auf den Mund gefallen sind, könnten Sie bei Interesse als Aushilfe im Verkauf arbeiten. Wenn Sie den Publikumsverkehr nicht so mögen, können Sie auch Aufbauarbeiten verrichten oder hinter den Kulissen zuarbeiten.

Einsatzorte gibt es genug: Tankstellen, Kioske, Videotheken, Restaurants, Volksfeste, Messen, Einzelhandelsgeschäfte, Imbisse, Kinos und viele mehr. Wichtige Eigenschaften sind Vertrauenswürdigkeit (schließlich werden Ihnen gegebenenfalls Geld und wertvolle Gegenstände anvertraut), Zuverlässigkeit, gepflegtes Aussehen und je nach Anforderung auch Körperkraft.

Bei einigen Aushilfsjobs sind Vorkenntnisse erwünscht, aber oft nicht zwingend notwendig. Es handelt sich ja schließlich um einen Aushilfsjob und nicht um eine qualifizierte Arbeit. Wenn Sie mit Lebensmitteln umgehen, brauchen Sie dazu eine Belehrung nach dem Infektionsschutzgesetz. Wenn Sie in diesem Bereich arbeiten wollen, sollten Sie diese Belehrung schon einmal im Vorfeld gehört haben – eine erstbescheinigung darf am ersten Arbeitstag aber nicht älter als drei Monate sein. Früher gab es den Gesundheitspass (auch rote Karte genannt), der behält auch unter gewissen Umständen seine Gültigkeit. Trotzdem müssen sich auch Besitzer dieses Dokuments alle zwei Jahre eine Belehrung nach dem Infektionsschutzgesetz anhören. Diese Belehrung findet meist beim Gesundheitsamt der nächsten größeren Stadt oder in der Abteilung Gesundheitswesen einer Kreisverwaltung gegen eine kleine Gebühr statt. Es geht dabei vor allem um Hygienevorschriften, Umgang mit Lebensmitteln und Arbeitsverbot bei verschiedenen Krankheiten.

Der Job an einer Tankstelle kann gerade nachts relativ entspannt sein, da der Kundenstrom meist überschaubar ist. Besonders angenehm ist die Arbeit mit einem Nachtschalter, dann müssen Sie nämlich weniger Angst vor Überfällen haben. Ansonsten fallen sowohl tagsüber als auch nachts Arbeiten wie Regale auffüllen, Kunden Waren verkaufen und natürlich das Geld für den getankten Energieträger kassieren an.

Als Aushilfe auf Messen kann Ihr Einsatzbereich auch sehr vielseitig sein: Verkehr lenken, Tickets verkaufen, Infostände aufbauen, Garderobe entgegennehmen, Informationsmaterial verteilen, Besucher navigieren, Hallenservice, Fachbesucher registrieren, Proben verteilen, Informationsgespräche führen, Security und ähnliche Aufgaben können Sie erwarten.

Gerade im Gastronomiebereich gibt es auch sehr viele Einsatzmöglichkeiten: zum Beispiel als Spülkraft, Küchenhilfe, Servicekraft, Logistiker, Kassierer oder Barkeeper.  In den meisten Bereichen geht es ziemlich hektisch zu, daher eignen sich viele Gastronomiejobs nur für stressresistente Menschen. Ein netter Bonus ist hier natürlich das Trinkgeld, das Sie entweder beim direkten Kundenkontakt oder (je nach Usus im Betrieb) auch als Teil der Küchencrew erhalten können.

Sie sollten darauf achten, dass Sie einen schriftlichen Vertrag mit Ihrem Arbeitgeber haben. So sind Sie abgesichert, wenn auf der Arbeitsstelle etwas passiert. Zudem haben Sie dann schwarz auf weiß, wie viel Geld Sie für Ihre Arbeitsleistung bekommen. Manche Arbeitgeber bestehen darauf, dass Sie die Arbeit als Selbständige/r ausführen, also ein Gewerbe angemeldet haben. Ein Gewerbe melden Sie beim für Sie zuständigen Gewerbeamt Ihrer Gemeinde ab. Wenn Sie dort erscheinen, erhalten Sie nach der Vorlage Ihres Personalausweises gegen eine geringe Gebühr einen Gewerbeschein. Sie sollten aber genau abwägen, ob Sie ein Gewerbe anmelden, da Sie durch die selbständige Tätigkeit eventuell andere Ansprüche wie den auf Kindergeld (also auf Ihr eigenes, nicht auf das Ihrer Kinder) oder BaföG verlieren können. Zudem könnte Ihr Arbeitgeber auf eine Scheinselbständigkeit aus sein, um Geld zu sparen. Die Damen und Herren des für Sie zuständigen Finanzamts können Ihnen bei dieser Frage sicher weiterhelfen.